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    <title>Fountain</title>
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    <title>Wenn ich trinke, ist der erste Gedanke, der mir kommt, während ich langsam den Rausch...</title>
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    <description>Wenn ich trinke, ist der erste Gedanke, der mir kommt, während ich langsam den Rausch sich nähern fühle, der, dass ich mein Leben hasse. Das ist unbegründet und sehr unreflektiert. Meist Worte, die unbewusst in mir auftauchen und dann trotz allem da sind. Eine Stuinde später denke ich: Würde ich an jedem Abend eine Flacsche Wein trinken, erweiterte sich mein Freundeskreis in kürzester Zet ungemein, denn ich könnte plauschen.&lt;br /&gt;
Ja, in diesem Zustand kann ich mich zeigen. In diesem Zustand kann ich mich den Blicken anderer aussetzen. Und: Alles was ich sehe sind Blicke, meine oder ihre. Das Wort &quot;Blick&quot; ist ein unheimlich unterschätztes, denn definiert sich nicht grundlegend alles durch diese einsame Silbe? Einverstanden, diese Universalität ist übertrieben. Auch blinde Menschen denken und definieren, aber der subjektive Stuss meines Geredes ist mir momentan einzigartig egal. Egal ist mir auch, dass die Fähigkeit des Plauschens, die ich Rotwein trinkend angeblich erlerne und so benenne, viel eher eine Sehnsucht und ein Vermissen ist. &lt;br /&gt;
Jetzt habe ich das Wort gefunden, das beide Absätze zusammenfasst: Suche.</description>
    <dc:creator>Fountain</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 Fountain</dc:rights>
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    <title>Ausschnitt aus einer längeren Erzählung</title>
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    <description>Ich erinnerte mich an die Zeit zurück, in der ich dachte, dass sich vieles vor mir verschlösse und es dauerte einige Tage oder Wochen, bis mir klar wurde, welche Macht diese Riegel und Schlösser beinhalteten. In den ersten sparsamen Nächten in Wüsten, Oasen, an Stränden und ertrinkend am Meer spürte ich, wie sich von Stunde zu Stunde eine neue Geräumigkeit in mir entlud und sich gewaltvoll Platz zu schaffen suchte, um mich durch das Wundern über den hierbei entstehenden Schmerz rastlos zu machen und nervös zu durchwinden. Das stürmende Meer verschlug mich nach wenigen Tagen ebenso, wie der schluckende Treibsand der Wüsten und Strände. In den ersten Wochen blieben Bilder bei mir, nachdem sie mich zielgerichtet angestarrt hatten und eindrangen, doch es schien dann, als vermenge sich jeder Schatten, jeder Lichteinfall und jede Farbe dieser anfangs noch voneinander unterscheidbaren Eindrücke zu einem Einzigen, das das Spezielle mit Allgemeinem vermummte, und zwar so lange bis es die eigenen Augen zu verbergen begann und schließlich kein Stern und überhaupt nichts mehr zu sehen war.&lt;br /&gt;
Doch das alles war ja neu! Also konnte ich formen und zusammenstellen, eine Reihenfolge entwerfen und miteinander verknoten, was ich meinte zu kennen, was überhaupt das Großartigste ist: zu kennen meinen! Wie gut es sich damit leben ließe und wie gut erst zu zweit, wenn sich darin beide gleich wären.&lt;br /&gt;
So wurde alles gleich und gleich wurden auch Zustände, denn sie waren und sind zu wirklich in ihrem Auf und noch wirklicher in ihrem Abgehen. Was ich lernen musste, um mich im Stillstand bewegen zu können, war das Aufnehmen des Unwirklichen, doch diese Lektion war mir eine leichte nach der vorangegangenen. Vielleicht war diese zweite Lektion nur das Ergebnis der ersten und die erste Einsicht war keine ohne die zweite. Alles ist wirklich, nur oft weder greifbar noch erbauend.&lt;br /&gt;
Überhaupt ist das wirklich Wirkliche zwar stets teilweise greifbar, doch nur unsagbar selten modellierbar. Es lässt sich fassen, einverstanden. Nur wie kalt sind diese Steine und schwer, wenn sie groß sind! Und wie wenig errichtend und standhaft, wenn sie klein sind! Ich baue nicht auf Kieselsteinen und trage keine kalten und vor Erschöpfung mich ins Bewusstlose ringende Brocken mehr. Ich musste nur das Gegebene ablehnen, mir selbst eingestehen, dass das von Beginn an Vorhandene zwar bekannt und sichtbar ist, es ihm allerdings an Potenzial fehlt. Nur die Besitzlosigkeit bot jene Macht, die ich suchte. Nein, nicht die Besitzlosigkeit, dies Wort könnte mich in Widersprüche verwickeln. Viel eher ist es die Leere, die man besitzen muss, um das Fiktive potenzieren zu können und die Reihenfolgen und Abläufe komplexer werden zu lassen. Ich fing damit an, anzunehmen, dass gewisse Stühle einer Kneipe mich dazu einluden, mich auf sie zu setzen, um zu warten, bis etwas geschehen sollte. Ich konnte im Laufe eines Abends immer ein paar Worte loswerden und begann den Stühlen zu vertrauen. Vom toten Ding ging ich über aufs Lebendige. Mein Glaube an das Absurde und die Unwahrheit stopfte Fremden sein Wesen ins Maul und ich konnte solange nicht enttäuscht werden, wie diese Fremden ihre Mäuler nicht selbstständig und vor allem mir gegenüber nicht  öffneten. Was dadurch entstand waren keine Bilder, denn ihre Inhalte kamen aus mir und sie hatten mich nicht zielgerichtet angestarrt, sondern ich starrte und schuf. Wie beruhigend die Perfektion dieser Technik war und noch ist, welche im Grunde nur darin besteht, die Mäuler alles Lebendigen zu stopfen, ist unvorstellbar. Nur gehört vielleicht eine geringe Neigung dazu.&lt;br /&gt;
Die Essenz dieser Idee der Gleichgültigkeit ist jetzt, nachdem ich ihre Schöpfung chronologisch dargelegt habe, leicht und in wenigen Worten zusammengefasst. Das Unwirkliche muss als wirklich anerkannt werden. Das Unwirkliche muss auf Wirkliches projiziert werden. Die Projektion als Ganzes wiederum muss als etwas Greifbares behandelt werden, ohne jemals nach ihr greifen zu wollen.</description>
    <dc:creator>Fountain</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 Fountain</dc:rights>
    <dc:date>2007-09-05T16:17:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://fountain.twoday.net/stories/4225136/">
    <title>Zivildienst</title>
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    <description>Heute war der erste Tag meines neun monatigen Zivildienstes. In den letzten  sechs Monaten meines Lebens hatte ich frei, Urlaub, Ferien, wie man mag. &lt;br /&gt;
Mein erster Arbeitstag begann um zehn Uhr in der Frühe und aufgrund der langen Periode ohne jeden Schlafrythmus war ich sehr übernächtigt. Ich wurde durch das Haus geführt, musste viel warten, nicken und diverse Blätter unterschreiben, was mir die Gelegenheit bot verschiedene Unterschriften auszuprobieren und mich während des Wartens endgültig auf meinen anfänglichen Favoriten festzulegen. So weit, so gut, doch das ständige Lächeln-Müssen den alten Menschen und den mir noch unbekannten Angestellten gegenüber wurde mir schnell unerträglich. Mittagessen: Kohlrabi, die auf jede Art von Gebiss eingestellt zu sein schienen, Mokkapudding mit Sahne, die dieselbe Konsistens wie der Pudding hatte, Kartoffeln, die von innen braun waren, eine faltige Sauce (ja, faltig) und schließlich Steak, das ich nicht esse. Mir hat es geschmeckt. Nach dem Essen eine einstündige Pause. In dem Pausenraum fiel einer Mitarbeiterin mein Leonard Cohen Shirt auf und sie sagte: &quot;Leonard Cohen, habe ich früher auch gerne gehört, aber immer so traurig.&quot; Ich fand für diese AUssage ebenso wenig eine Anwort, wie für das vielfache &quot;Herzlich Willkommen&quot;. Allein einmal dachte ich, dass Will-Kommen etwas euphemisch ist, ganz zu schweigen vom &quot;Herz-lich&quot; und der allgemeinen Tatsache, dass es sich   um ein Altersheim dreht. Welcher Besucher einer solchen Anstalt &quot;Will-Kommen&quot;? Dann führte mich der Hausmeister ein, in den Umgang mit den drei Wagen des Altenheims. Ein Kangoo, ein Iveco und was weiß ich. Abschluss dieses einführenden Kurses des Hausmeisters - der nebenbei malt und mindestens dreißig Bilder in der gesamten Anstalt verteilt hat, die man allesamt auf eine durchsichtige Folie drucken, übereinander legen und auf eine Wand projezieren könnte, ohne das dem Zuschauer der Unterschied zum Motiv eines einzelnen Bildes auffallen würde, kurz sie sehen alle gleich aus - Abschluss dieses Kurses war um 15:15 Uhr. 45 Minuten lang darauf warten, dass die Besucher der Tagespflege in die eben kennengelernten Autos einstiegen. Heimfahren dieser Gäste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alte Dame: Hoffentlich will mein Mann mich Zuhause noch... ich muss meine Kleidung noch in Ordnung bringen.&lt;br /&gt;
Pflegerin: Ach, sie sehen besser aus als ich. Sehen sie doch mal die Flecken auf meinem Pullover. Hier und hier und hier.&lt;br /&gt;
Alte Dame: Aber das ist doch gut. Viele Flecken zeugen von Reichtum.</description>
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    <dc:date>2007-09-03T15:08:00Z</dc:date>
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    <title>Altstadt</title>
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    <description>Ich saß in einem Cafe in der münsteranischen Altstadt und trank den Kaffee, den mir die gutaussehende asiatische Kellnerin gegeben hatte, als ich mit der linken Hand - mit der rechten hielt ich die Tasse - in die Innentasche meiner neben mir liegenden Jacke griff. Ich hatte ein sehr abgegriffenenes und zerknicktes Stück Papier gefunden, auf dem in sehr unleserlicher Schrift &quot;die unbegreifbare Macht deiner Hände sucht meine unfassbaren Nebelschwaden zu berühren, doch was ich liebe ist Schönheit und nicht die Person&quot; stand. Ich brauchte lange um zu entziffern, was ich vor einiger Zeit dort notiert hatte. Hinzu kam, dass ich mich nicht im geringsten an diese Zeilen erinnerte. Ich muss betrunken gewesen sein, was nebenbei die schreckliche Handschrift erklärte, doch die Richtigkeit dieser Worte stellte ich deshalb nicht in Frage. Vor ein paar Minuten hatte ich mich etwas in das nette Lächeln der Kellnerin verliebt, das sie mir zuwarf, als sie mir das Wechselgeld in die Hand legte. Gleichzeitig spürte ich, dass ich nicht die geringste Lust hatte sie kennen zu lernen und über ihr Lachen womöglich dunkle Schatten ziehen zu lassen, durch falsche Worte, die aus dem selben Mund dringen könnten, der mich kurz zuvor schmunzeln machte und warm. Also trank ich meinen Kaffee aus und sagte &quot;Tschüss&quot;. Ich trat auf die Strassen der Altstadt und vor den Dom und bemerkte, dass sie mich davon abhielt schnell zu gehen, sie zog an meinem zu elastischen Strang, denn ich bewegte mich zwar noch vorwärts, doch schlich förmlich und wurde, so kam es mir vor, von wilden Menschenmassen überholt, die ich bemitleidete, denn schliesslich liefen sie so ungehalten über das Kopfsteinpflaster, dass ich den Gedanken nicht los wurde, sie hätten sich selber beschnitten. Was mich hält ist erbärmlich, einverstanden, doch noch so viel weniger als es ihr Rennen ist, dachte ich.</description>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 Fountain</dc:rights>
    <dc:date>2007-08-08T18:25:00Z</dc:date>
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    <title>(...)</title>
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    <description>Auf der Bühne sentimentale Musik &lt;br /&gt;
über den Tod eines Vaters, &lt;br /&gt;
doch mich interessierte die hübsche &lt;br /&gt;
schwarzhaarige Kellnerin, &lt;br /&gt;
über deren Vater &lt;br /&gt;
Mir jedes Wissen fehlt. &lt;br /&gt;
Aber ein Gesicht.</description>
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    <dc:date>2007-07-25T21:02:00Z</dc:date>
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    <title>(...)</title>
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    <description>Ich bin phantasielos, ich bin wenig interessant, ich bin langweilig. Zu sagen ich sei schweigsam und still klänge zu, - ich weiss nicht genau - zu erhaben. Ich sitze mit Menschen zusammen und habe nichts zu erzählen. Wenn es passiert, dass ich etwas sage, widerlege, korrigiere oder stelle ich etwas richtig. Vollkommen destruktiv, das weiß ich. Ich nehme und löse in Luft auf. Überhaupt habe ich das Gefühl, dass alles was ich tue ein destruktives Grundmoment zu haben scheint. Darauf lässt sich nicht auf-, darüber ließe sich einzig etwas abbauen oder ausnutzen.&lt;br /&gt;
Vor einer Woche war ich mit sechs Freunden in einer Hütte bei Wuppertal. Am zweiten Abend saßen saßen drei von uns mehrere Stunden lang um ein Feuer. Wir redeten kaum. Um drei Uhr ging ich schlafen und dachte darüber nach, wieviele Worte im Durchschnitt pro Minute gesprochen wurden. Ich tippte auf 0,2 und war mir vollkommen sicher, dass das Nähe sei.</description>
    <dc:creator>Fountain</dc:creator>
    
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    <dc:date>2007-07-18T14:52:00Z</dc:date>
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    <title>Ein altes Erlebnis</title>
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    <description>In der Stadt laufe ein Irrer umher, erzählte man sich und mir kam nichts anderes als &quot;was für ein Unsinn&quot; in den Sinn. Überall liegt jetzt dieser Geruch und schwebt dieses Omen der Angst, der Schweiß der Besinnungslosen, umher. Ich bin nur ein Gast in dieser Stadt und den gefürchteten Fremden lernte ich ebenso gern kennen, wie den wohl bekannten Heimischen.&lt;br /&gt;
Im Zug hierher schaute ich vielen schönen Mädchen in die Augen, einige von ihnen schauten in meine, andere aus dem Fenster. Ich weiß nicht, welche dieser beiden Möglichkeiten ich als angenehmer und nachvollziehbarer einstufen sollte. Was hätte ich verpassen können, während ich aus dem Fenster schaute? Ein Versprechen niemals.&lt;br /&gt;
Vor zwei Jahren war ein hübsches blondes Mädchen auf derselben Wiese mit mir und vielen anderen. Sie war größer als ich, ihr Haar war durch Haarlack chaotisch aufeinander gelegt worden und sah daher matt aus, ihr Gesicht wurde dadurch allerdings noch schmaler und die Augen noch umfangreicher. Der Abend war bisher ausnahmslos ernüchternd verlaufen, ich sprach mit Unbekannten und ihre Geschichten waren weder interessant, noch ähnelten sie meinen. Also ging ich zu einem etwas abgelegen Anhänger und nahm mir eine Flasche Whiskey. Das war Diebstahl, denn ich hatte nicht einmal Eintritt bezahlt. Als ich zurück zur Menge gehen wollte, war ich betrunken und mir kam das eben beschriebene Mädchen entgegen. Im übrigen war ich noch damit beschäftigt mir mein Shirt wieder anzuziehen, da ich es unbeobachtet hinter dem Anhänger stehend ausgezogen hatte. Es war ein warmer Sommerabend. Ich weiß nicht mehr, wie wir ins Gespräch kamen, ob sie mich oder ich sie ansprach, nicht einmal, ob wir überhaupt miteinander sprachen, bevor wir anfingen uns zu küssen.Vor dem Anhänger wurde es ihr allerdings schnell zu licht und daher bewegten wir uns erst zurück zu meinem vorherigen Platz, dann hinter einen hinter dem Anhänger stehenden Trecker. Wir befanden uns am Waldrand. Mein Shirt zog sie mir wieder aus, genau wie ich ihres. Wir fassten uns an, küssten uns und unsere Hände berührten schliesslich die Genitalien des anderen, ohne die Hose des anderen auszuziehen. Unsere Hände quetschten sich zwischen der leicht geöffneten Hose und dem Körper des anderen hindurch, das Ganze stehend. Worauf es für uns beide hinauslief, war mir klar, bis sie fragte: &quot;Soll ich dir meine Telefonnummer geben und wir treffen uns morgen wieder, denn die Leute mit denen ich hier bin, wollen gleich fahren.&quot; Ich hörte mich &quot;das ist mir egal&quot; sagen. &quot;Das ist dir egal, Fountain?&quot; Jetzt fiel mir auf, dass sie meinen Namen kannte. Sollte ich etwa auch ihren wissen müssen? Sie nahm ihre Sachen, zog sich an und ging. Ich tat dasselbe und ging einen Meter hinter ihr zurück zur Menge. &lt;br /&gt;
Ich setzte mich an einen Lagerfeuerkreis und bemerkte, dass mir kalt gewesen war. Nach einiger Zeit, setzte sie sich mir gegenüber in den Kreis, sodass in der Mitte unserer Blicke die Flammen leuchteten. Sie waren so hell, ich konnte sie kaum erkennen und hätte ich sie zuvor nicht kennengelernt, hätte ich ihr Gesicht wahrscheinlich nicht einmal in Ansatz erkennen können, keinen Blitz ihrer Augen erahnen können.&lt;br /&gt;
Diese Blitze durchzucken mich nach zwei Jahren noch. Heisst das, dass mir ihre Frage nicht egal war? Leider nein. Meine Antwort war ehrlich und richtig, nur Willkür und Sehnsucht sind hinterhältig, oft gar rachsüchtig. Vor ein paar Monaten sah ich sie einer Cafeteria wieder. Wir lächelten uns an und sagten &quot;Hi&quot;, mehr nicht, es hätte auch keinen Sinn gehabt. Ich schätze, ich könnte jederzeit ihre Adresse in Erfahrung bringen, mich in den Zug setzen und sie besuchen. Aber schon die Zugfahrt raubte mir alles wieder. Ich höre nur und sehe. Handeln ist das nicht.</description>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 Fountain</dc:rights>
    <dc:date>2007-06-29T14:53:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://fountain.twoday.net/stories/3521287/">
    <title>Unbeobachtet</title>
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    <description>Was uns lebendig hält:&lt;br /&gt;
Der Geist der uns zerstört.&lt;br /&gt;
Was vor Verzweiflung stellt:&lt;br /&gt;
Ein Körper uns gehört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie schreien beide Namen,&lt;br /&gt;
Der Eine weiß ihn nie:&lt;br /&gt;
Der Geist möchte tief graben,&lt;br /&gt;
Ein Loch für Lethargie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hülle rennt samt Kralle,&lt;br /&gt;
Sucht geifernd was gefällt.&lt;br /&gt;
So gräbt der Geist die Falle&lt;br /&gt;
In die der Körper fällt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Horizontal; vertikal&lt;br /&gt;
Sie treffen sich am Boden:&lt;br /&gt;
Zertrampelt der Gemahl,&lt;br /&gt;
Die Braut kommt nicht nach oben.</description>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 Fountain</dc:rights>
    <dc:date>2007-04-03T11:30:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://fountain.twoday.net/stories/3494310/">
    <title>Stadtrand</title>
    <link>http://fountain.twoday.net/stories/3494310/</link>
    <description>Das Fenster, der Nebel, die Wolken,&lt;br /&gt;
Die schwere Heizungsluft im Raum&lt;br /&gt;
Ergaben den Stadtrand und wollten&lt;br /&gt;
Jeden Eindruck erdrücken und klau&apos;n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese scheinbar klebende Masse&lt;br /&gt;
Nahm die ganze Stadt in sich auf:&lt;br /&gt;
Die Häuser, die Lichter, die Strasse&lt;br /&gt;
Ein unbeweglicher Flusslauf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie drückt, doch dringt nicht ein.&lt;br /&gt;
Verklebt, doch bindet nicht.&lt;br /&gt;
Zieht Fäden zwischen Rinnstein,&lt;br /&gt;
Dem Traumgesicht, der Wolkenschicht.</description>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 Fountain</dc:rights>
    <dc:date>2007-03-29T19:17:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://fountain.twoday.net/stories/3458620/">
    <title>Mädchenchor in Babel</title>
    <link>http://fountain.twoday.net/stories/3458620/</link>
    <description>Alles lag so offen vor&lt;br /&gt;
Schien so klar, so ganz durchschaubar.&lt;br /&gt;
Für die Ohren sang ein Chor,&lt;br /&gt;
Während auch das Auge zusah&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusah wie der Mädchenchor&lt;br /&gt;
Wunderhübsch mit roten Augen&lt;br /&gt;
Sich in Melodien verlor,&lt;br /&gt;
Süß, und grün, und wirr wie Trauben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Zungen gleichzeitig&lt;br /&gt;
Worte formten für die Ohren.&lt;br /&gt;
Zwiegespalten, beidseitig&lt;br /&gt;
Gingen Einheit, Zweck verloren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles lag so offen dar,&lt;br /&gt;
Für Das Ohr und für Das Auge.&lt;br /&gt;
Nur davor ist nichts durchschaubar&lt;br /&gt;
Und Verstehen ist nur Glaube.</description>
    <dc:creator>Fountain</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 Fountain</dc:rights>
    <dc:date>2007-03-20T19:16:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://fountain.twoday.net/stories/3436880/">
    <title>Irgendwo zwischen den Erwartungen anderer und einer hauptstadtgrossen Peripherie...</title>
    <link>http://fountain.twoday.net/stories/3436880/</link>
    <description>Irgendwo zwischen den Erwartungen anderer und einer hauptstadtgrossen Peripherie - bestehend aus den eigenen Erwartungen an die eigene Person - zu stehen, stört ungemein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Mensch K. verwirrt mich. Schon lange war das nicht mehr so. Ich stehe dazwischen.</description>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 Fountain</dc:rights>
    <dc:date>2007-03-14T21:03:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://fountain.twoday.net/stories/3345612/">
    <title>[......]</title>
    <link>http://fountain.twoday.net/stories/3345612/</link>
    <description>Manchmal müssen Menschen sich solange an &lt;i&gt;alles&lt;/i&gt; erinnern, dass sie eine Woche lang nicht schlafen. Dann beginnen sie zu zittern. Und sie erinnern sich auch nicht an &lt;i&gt;alles&lt;/i&gt;, sondern nur an ein erbärmliches und zumeist schmerzhaftes Detail. Ein Verlassen-Werden, ein Angefasst-Werden oder ein Hoffentlich-Irgendetwas-Werden. Und dann vielleicht Baldrian, vielleicht ein Tee, vielleicht ernsthaftere Medikamente. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie konnte niemals etwas erfinden, es wurde ihr &lt;i&gt;gegeben&lt;/i&gt;, gezwungenermaßen. Entweder schon immer von alleine gefangen, oder durch irgendwelche Schweine in sich selbst eingeschlossen worden? &quot;Ich habe die ganze letzte Woche davon geträumt.&quot; &quot;Wovon.&quot; &quot;Das weißt du ganz genau.&quot; Ja, stimmt.&lt;br /&gt;
Dann liegt sie da, ich schaffe es nicht die ganze Nacht wach zu bleiben, irgendwann werden die Lider so schwer, aber wann immer ich aufwache, sie liegt wach. Gelegentlich hektische Bewegungen, als Ausdruck eines gewissen Selbsthasses, unbegründeterweise. Gelegentlich ein ca. einminütig anhaltendes Zittern, im Gegensatz zu den hektischen Bewegungen beinahe subtil. Verständlicherweise: &lt;i&gt;Ich bin gerade aufgewacht, mitten in der Nacht.&lt;/i&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und es nervt mich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das Schlimmste. Es wurde ihr doch von aussen angetan, es wurde ihr &lt;i&gt;gegeben&lt;/i&gt;, gezwungenermaßen. Heute Nacht schläft sie wieder in einer anderen Stadt, in ihrer Stadt, in der es diese erbärmliche, widerwärtige Ecke gibt, in ihrer Wohnung, in ihrem Bett. Noch eine Woche ohne Schlaf kann sie nicht schaffen, das ginge ganz einfach nicht. Das freut mich.</description>
    <dc:creator>Fountain</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 Fountain</dc:rights>
    <dc:date>2007-02-20T20:31:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://fountain.twoday.net/stories/3311517/">
    <title>Ich weiß es nicht</title>
    <link>http://fountain.twoday.net/stories/3311517/</link>
    <description>Die Decke war vertäfelt. Viele dunkle schmale Holzbretter lagen nebeneinander, eines überdeckte ein anderes, das Nächste wurde von dem Vorhergehenden bedeckt. Anhand dieses Schemas wurde die gesamte Decke verhüllt und der gesamte Raum erhielt etwas Mysteriöses. Warum hält man es für nötig sich eine solche Arbeit zu machen? Mich interessierte welche Oberfläche zum Vorschein käme, schaute man hinter diese hölzerne Hülle, fragte sich die Dame während sie darauf wartete, dass ihr Begleiter mit den Getränken wiederkehren würde. Sie starrte den Tisch an, an dem sie saß und die klebrigen kreisrunden Flecken die die Gläser anderer Menschen verursacht hatten. Sie strich mit Mittel- und Zeigefinger hinüber. Zuerst sich herantastend und förmlich spähend, später mit sicherer Bestimmung und Kreise ziehend. Bilder stiegen empor, daran wie sie vor einigen Jahren eine Tasse Kaffee auf ihrem Zimmer hatte stehen lassen, sie erst nach Tagen, vielleicht erst nach einer Woche in die Küche getragen und gespült hatte, um, in ihr Zimmer zurückkehrend, einen ähnlichen, bloß kreisrunden Fleck zu bemerken und zu denken: Hätte ich sie stehen lassen wäre dieser Klecks vielleicht niemals entstanden. Nun machte dieser Fleck, auf diesem Tisch in diesem Laden allerdings Sinn, denn sie strich doch seit einigen Sekunden darüber und vertrieb sich die Zeit auf eine harmlose Art und Weise. Mit dem Kaffe war es vielleicht ähnlich, dachte sie. Sie hatte den Plan gefasst ihr eigenes Glas exakt auf diesen Kreis zu platzieren, demnach hoffte sie zur gleichen Zeit der Umfang ihres Glases werde derselbe sein, denn andernfalls wäre ihr Plan zunichte gemacht. Wird er es bemerken? Wahrscheinlich nicht, jedoch gegebenenfalls er bemerke es wirklich nicht, wäre es möglich es falle ihm erst dann auf, wenn ich es zum Trinken wieder anhebte. Er wird denken ich habe diesen Fleck zu verschulden und ich hätte bereits etwas verschüttet. Eventuell erzähle ich ihm von meinem Plan.           &lt;br /&gt;
Er trat mit zwei Getränken in den Händen an den Tisch zurück. Sein Blick besaß ein gesund ausgewogenes Maß zwischen Gleichgültigkeit und zärtlicher Aufmerksamkeit. Er stellte die Gläser auf den Tisch: Sie sah erst spät vom Tisch auf, hatte ihn daher erst kurz vor dem Erreichen des Tisches erblickt, was sie überraschte und gewissermaßen verwirrte. Denn ihr Plan war es, ihr Glas mithilfe ihrer Hände in Empfang zu nehmen, um es, wie sie es sich gewünscht hatte, unbemerkt auf den klebrigen Kreisabdruck vor sich zu stellen. Nun musste sie umdenken, um es entweder nach dem ersten Nippen oder schon vorher durch langsames Verschieben auf den ersehnten Platz zu manövrieren. Sie entschied sich zaghaft zu kosten und nach Abschluss dieses Vorganges das Glas an dem angestrebten Standort zu hinterlassen. Er war nichts ahnend und ebenso wenig bemerkte er irgendetwas. Sie allerdings bereute ihr Vorgehen schon nach kürzester Zeit: Es ging zu schnell. Dabei wollte ich doch von meinem Vorhaben erzählen. Nun lebte sie in beständiger Angst, da sie nicht wusste was und wie viel ihr Begleiter bemerkt hatte, was er darüber denken würde und wie sie antworten solle, fragte er nach dem Fleck und dem abermaligen Platzieren auf exakt diesem Platz. Nichts von alldem war ihrem Begleiter tatsächlich aufgefallen und selbst wenn, es hätte ihm lediglich zugesagt, da er vor wenigen Wochen erst mit einem befreundeten Verwandten darüber redete, wie sehr er es hasse wenn Kellner benutzte Tische gleich nach dem Verlassen des Raumes säuberten, da er sich bei einem solchen sterilen Verhalten eher in einer Arztpraxis, als in einem Cafe fühle und es ihn beinahe anekle, zu sehen wie ein in Spülmittel getränkter Lappen die Oberfläche einweicht, auf welcher sein Getränk in wenigen Minuten stehen werde. Getränke- und Speisereste auf dem Tisch zu hinterlassen, erschien ihm hygienischer zu sein als chemische Säuberungsmittel zuerst auf der Tischplatte vorzufinden, dann an den Fingern und schließlich durch ein Missgeschick möglicherweise im Mund. Jedenfalls ist aus diesem Gespräch unweigerlich zu schließen, dass ihm das Wertschätzen solcher Getränkereste sympathischer gewesen wäre, als eine Beschwerde über dieselben.           &lt;br /&gt;
Die allgemeine Lautstärke des Raumes - die vielen Menschen die sich aus ihren Heimen aufmachten, um zu reden und Fremde durch Gespräche kennen zu lernen, nahmen aufeinander nicht Rücksicht und so peitschte eine Gruppe eine andere auf, die begleitende Musik gab ebenso ihren Beitrag hinzu  diente den beiden als Anonymität bietendes Gewand, dass schwarz über ihnen hing, sie gemeinsam einkleidete, von den anderen separierte und ihnen gewissermaßen Raum gab. Diese beiden jedoch wurden in Anbetracht dessen eher verlegen, als das sie ihre Ungestörtheit für ein ehrlich persönliches Gespräch nutzten, denn ihre so entstandene Einsamkeit entsprach nicht dem, was beide sich erhofft hatten, nämlich in Gesellschaft zu sein. So unterhielten sie sich zwar angeregt, dachten währenddessen jedoch trotzdem in eigenen Welten, an eigene Erinnerungen. Nach etwa einer halben Stunde auf ihren Plätzen, äußerte Madame sie müsse die Toilette aufsuchen. Sie verließ den Tisch ohne zu wissen in welche Richtung sie sich zu bewegen hatte, denn bei dem Eintreten in diese Räume hatte sie wieder vergessen darauf zu achten wo sie zu späterer Stunde ein dementsprechendes Örtchen finden könnte. Nicht zum ersten Mal machte sie sich Vorhaltungen und schwor sich denselben Fehler nie wieder zu begehen. Selbstverständlich war ihr klar das es sich nicht um ein weit reichendes und schwerwiegendes Problem handelte, und das diese von ihr so titulierte Nachlässigkeit, von der Mehrzahl der Besucher solcher Bars eher als Neurose oder ein übertriebenes Gefühl von Unsicherheit an fremden Orten bezeichnet worden wäre, doch sah sie ebenso wenig ein, warum das Ausschau-Halten nach einer Toilette bei erstmaligen Betreten einer Bar etwas Verurteilenswertes sein sollte. An diesem Abend hatte sie also das Ausspähen des Raumes während des Eintretens vergessen, weshalb sie nun für alle anderen Besucher ersichtlich etwas hilflos aussah, zudem ihre Auffassungsgabe bereits durch den Alkohol getrübt war, denn sie vertrug nicht viel. Selbstverständlich fand sie eine Toilette, entleerte ihre Blase, wusch sich ordnungsgemäß die Hände und begab sich irgendwann auf den Rückweg zu ihrem Tisch, an welchem sie unerwartet eine fremde Person sitzen sah: Es handelte sich um eine weibliche Person mit unscheinbarem Äußeren, ohne das man von unattraktiv hätte reden können, schließlich trugen ihre verwaschenen Kleider und der allgemein verrauchte und daher neblige Zustand des Raumes, eher zu diesem unscheinbaren Äußeren bei, als es ihr eigentlich hübsches Gesicht tat. Jung sah sie aus und unverbrauchter, als die dem Leser bereits bekannte Dame, doch bedeutete weder dieses jung noch jenes indirekte verbraucht irgendeine Wertung, da dieses jung einem kindlich verdächtig nahe kam und jenes verbraucht einer anziehenden Reife glich. Irgendeine Bekanntschaft, dachte Madame und versuchte ihrem Gesicht den überraschten und unvorbereiteten Ausdruck durch ein beiläufiges und gleichzeitig fragendes Hallo zu nehmen. Der Herr stellte den Damen die jeweils andere vor und fing erst jetzt an zu überlegen, wie er beiden das rechte Maß an Aufmerksamkeit zukommen lassen sollte, ohne der einen oder der anderen vor den Kopf zu stoßen, wobei hätte er sich entscheiden müssen sozusagen einer von beiden bewusst vor den Kopf zu stoßen, beide Damen gleichviel Gewicht besäßen, ihm die Verletzung der einen ebensoviel oder wenig bedeutete, wie der Verletzung der anderen. Man mag an dieser Stelle denken: Aber dann bedarf es doch der Überlegung, wie  beiden Damen das rechte Maß an Aufmerksamkeit zukommen zu lassen war, nicht. Natürlich war diese Frage seinerseits berechtigt, denn es handelte sich bei seiner Überlegung um Schadensbegrenzung, oder um bei einem mehr humanen Ton zu bleiben, um Diplomatie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[]</description>
    <dc:creator>Fountain</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 Fountain</dc:rights>
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    <title>[....]</title>
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    <description>Lauwarmes Wasser einlassen, in die Badewanne. Das Wasser laufen lassen und die Zeit nutzen. Eine Kerze holen, ein Buch und eine CD, gewissermaßen minimalistisch. Sich ausziehen und einlegen. Erst jetzt heisses Wasser einlaufen lassen. So heiss wie möglich. Bis der gesamte Raum neblig wird. Erst nur da liegen, dann das Buch zur Hand nehmen. Seite für Seite wird der Schweiss auf der Stirn mehr. Das muss so sein. Ca. 20 bis 30 Seiten, das reicht. Der Untergeher. Sigur Ros und unwillkürlich Luft ausstoßen. Der Schweiss wird unerträglich und das Bedürfnis sich zu waschen dementsprechend ausgeprägter. Das Buch aus den Händen legen und sich waschen. Rasieren und die Wanne verlassen. Zuerst das Licht anmachen, denn die Romantik muss aufhören nachdem man das Wasser verlassen hat. Abtrocknen und anziehen. Das Bad verlassen und sich mit nassen Haaren ein Glas Rotwein in ein Glas schütten. Das vorhergegangene Schwitzen und der leere Magen erleichtern es dem Wein seine beruhigende Wirkung zu verbreiten. Auf das Bett legen, das Glas  neben sich stellen und weitere Seiten lesen. Das Buch ist durch. Trotzdem nicht müde, oder vielleicht daher. Etwas schreiben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Es ist nie wirklich richtig&quot;,&lt;br /&gt;
Denke ich morgens nach dem Aufstehen.&lt;br /&gt;
&quot;Doch nicht wichtig falls es falsch ist.&lt;br /&gt;
Einem Vorgang, einem Zyklus nachgehen.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich berührte und drückte den Wecker&lt;br /&gt;
Im Zehn-Minuten-Takt, den ganzen Tag.&lt;br /&gt;
Von sechs Uhr zehn bis null Uhr zwei.&lt;br /&gt;
Dazwischen, nur im Traum etwas Zweierlei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müde morgens nach dem Aufstehen,&lt;br /&gt;
Vor dem Einschlafen hellwach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist nicht funktional. Im Gegenteil. Gedanken schwirren ungesteuert umher, wie geflügelte Piranhas, oder auch anderes Getier. Die Finger spielen mit den Haaren, knoten, drehen und sreicheln. Das stört, irgendwann.</description>
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    <title>Ein &apos;Wohnzimmer&apos;:</title>
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    <description>Auf kalten und nackten Fliesen liegt ein haariger Teppich, dessen sichtbare Oberfläche aus etwa drei bis vier Zentimeter langen Fransen besteht, die eng an eng beieinander liegen und dessen auf den Fliesen aufliegende Oberfläche zu einer beinahe glatten und ebenen Fläche geknüpft ist. Neben seinen rotfarbenen Fransen verleihen auch die unzähligen, schon lange Platz genommenen Hundehaare ihm das Adjektiv &apos;haarig&apos;. Im Zimmer steht auf einem Tag und Nacht brennenden Ofen ein Porzellangefäß, gefüllt mit einer aus Wasser und Minzöl bestehenden Flüssigkeit. Sie verbreitet einen Geruch, der einem Saunaaufguss verblüffend ähnelt, obwohl es doch nicht im Entferntesten so warm ist, jedoch angenehm. Bewegte man seine Nase wenige Dezimeter nah an diesen Teppich, an wenige &lt;i&gt;Zentimeter&lt;/i&gt; sei gar nicht zu denken, so erlebte der Prüfling etwas Unerwartetes, besser gesagt er bemerkte einen hoffentlich unbekannten Geruch:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zentrale Gestalt des Duftes stellen die ihren Besitzer seit geraumer Zeit abhanden gekommenen Hundehaare. Selbst als sie noch fester Bestandteil eines Felles waren, wurden sie durch nichts anderes als Sabber gesäubert und so riecht es nach ungewaschenem Tod, einem geliebten Haustier und stundenlangem Schlaf, welcher in der Regel erst durch die Heimkehr des Herrchens beendet wurde, welche wiederum mit steigendem Alter des Hundebesitzers ebenfalls immer später wurde, karrierebedingt. Jedoch ist neben diesem tierischen Aroma auch etwas konservierte Minze aus einem alten klebrigen Glasgefäß, welche in das eben erwähnte Porzellangefäß gefüllt wurde, der stechende Geruch von trockenem und langsam verbrennendem Holz und der modrige und langsam sich fest einnistende Staub zu bemerken. Das alles vermengt sich, und würde man auf dem Teppich liegend einen kalten Kaffee trinken, ohne während des Trinkens in die Tasse zu starren, so könnte man kurzzeitig denken man trinke Blut. Man würde daraufhin einen Blick in die Tasse werfen und feststellen, Kaffee ist schwarz oder gelegentlich milchig braun, und so oder so: man weiß doch gar nicht so recht wie Blut überhaupt schmeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor drei oder vier Jahren stand ein schwerer, zwar eigentlich eichener, jedoch ebenholzfarbener Tisch auf diesem Teppich. Nicht für lange Zeit, nur einige Monate. Sein Gewicht verteilte sich auf vier Tischbeine und wurde durch das Abstellen gewisser Gegenstände auf ihm, zum Teil stark vergrößert. Ob auf der Tischplatte gearbeitet oder gegessen wurde, sein Besitzer neigte stets dazu die Ellbogen auf ihr abzulegen und daher reichten diese wenigen Monate aus, um bis zum heutigen Tag vier kreisrunde Abdrücke hinterlassen zu haben, in denen fest eingedrückt die abgestorbenen Hundehaare an Sichtbarkeit zunehmen.</description>
    <dc:creator>Fountain</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 Fountain</dc:rights>
    <dc:date>2007-01-29T19:09:00Z</dc:date>
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